Depression

Weltweit sind ca. 322 Millionen Menschen von Depressionen betroffen mit einer Steigerung der Fälle um 18 % Prozent in den letzen 10 Jahren.

Der schnelle gesellschaftliche Wandel in modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften verlangt eine hohe Anpassungsleistung an sich ändernde Arbeits- und Sozialbeziehungen. Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass psychische Störungen und Beeinträchtigungen bedeutender werden.

Depressionen können als eigenständige Störung auftreten, aber auch als Reaktion auf besonders belastende Lebenssituationen und traumatische Erlebnisse oder als begleitende Symptomatik körperlicher Erkrankungen. Sie sind gekennzeichnet durch Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und Interessensverlust. Zusätzlich treten häufig Antriebslosigkeit und körperliche Symptome wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, innere Unruhe, Gereiztheit und Libidoverlust auf. Depressionen können zu Suizidgedanken und Suizidversuchen führen.

Depressionen bedürfen einer umfangreichen Diagnostik, insbesondere müssen primär körperliche Erkrankungen, die zu einer manifesten depressiven Episode führen können, ausgeschlossen werden. Nach der Ausschlussdiagnostik erfolgt dann eine leitliniengerechte Therapie.

Leichte und mittelschwere Depressionen können vornehmlich psychotherapeutisch behandelt werden, bei mittelschweren und schweren Depressionen ist darüber hinaus eine medikamentöse Therapie mit meist sehr gut verträglichen Medikamenten erforderlich.

Manisch-depressive Erkrankung 

Während die Lebenszeitprävalenz für die (unipolare) Depression bei Männern 10% und bei Frauen 20% beträgt, ist diese bei der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare affektive Störung genannt, deutlich niedriger und liegt bei etwa 1%.

Das Ersterkrankungsalter ist das junge Erwachsenenalter (im Durchschnitt liegt dies bei der Bipolar-I-Erkrankung bei etwa 18 Jahren, bei der Bipolar-II-Erkrankung bei etwa 23 Jahren). Hauptmerkmal der Bipolar-I-Störung ist das Auftreten einer oder mehrerer manischer Episoden und darüber hinaus können auch depressive Episoden auftreten. Bei der Bipolar-II-Störung wechseln sich Depressionen und Episoden von leicht gehobener Stimmung (Hypomanie) ab.

Wichtig ist es, diese Erkrankung von (unipolaren) Depressionen abzugrenzen, da die Therapie eine grundlegend andere ist.

Basistherapie der manisch-depressiven Erkrankung ist die medikamentöse Behandlung mit einem sogenannten Stimmungsstabilisierer wie z.B. Lithium.

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